Die häufigsten Sexunfälle

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    • Die häufigsten Sexunfälle

      Sexunfälle sind peinlich bis riskant. Meist verschweigt man sie, weil man sich keiner Schadenfreude aussetzen will. Und so sind Bett-Pannen eine der wahrscheinlich letzten Tabuthemen beim Sex. Ob das Unglück durch Selbstmanipulation oder mit dem Partner geschieht, ist letztendlich egal – am besten ist es, rasch in die Klinik zu fahren, um die Verletzung vom Arzt abchecken zu lassen, um einen bleibenden Schaden durch Liebesspiele auszuschließen.

      „In großen Kliniken wird man so ein- bis zweimal die Woche mit den Folgen eines Sexunfalls konfrontiert, meistens nachts“ berichtet die Urologin und Andrologin Dr. Kornelia Hackl aus ihrer Erfahrung. Penisbruch und Riss des Penisbändchens sind dabei die häufigsten Verletzungen. Diese und andere Sexunfälle erklären wir Ihnen auf den folgenden Seiten plus Erste-Hilfe-Tipps unserer Expertin.

      Penisbruch
      Ist der Penis unerigiert, kann man sich kaum vorstellen, dass dieses flexible Organ brechen kann. „Bei maximaler Erektion ist das aber durchaus möglich, wenn der Mann besonders ungestüm eindringt und dabei an Beckenknochen der Frau stößt,“ erklärt Dr. Kornelia Hackl. Oft sind dabei Alkohol und Drogen im Spiel, die den Trieb steigern und die Empfindlichkeit herabsetzen. Die derbe Bindegewebsschicht um die Schwellkörper (Tunica albuginea) reißt durch den Aufprall und sogar die Harnröhre kann dabei verletzt werden.

      Es macht „Knack“, Schmerz setzt ein, der Penis färbt sich durch einen großen Bluterguss dunkelblau und kann rasch auf seinen zwei- bis dreifachen Umfang anschwellen. Als erste Hilfe eignen sich kalte Umschläge und Eis, doch dann sollte man auf jeden Fall in die Klinik gehen und untersuchen lassen, ob ein Penisbruch vorliegt und ob die Harnröhre zusätzlich verletzt ist. „Zwar heilt ein kleiner Riss der Tunica albuginea meist problemlos von allein,“ beruhigt die Urologin.

      Ist er etwas größer und heilt er nicht richtig, kann das auf Dauer Erektionsstörungen nach sich ziehen. Einen großen Riss schließt man deshalb operativ. Auch eine Harnröhrenverletzung, die sich übrigens durch Blut im Urin zeigen kann, sollte operiert werden. Sonst kann Urin ins Gewebe gelangen. Gleichzeitig gibt der Arzt bei einer Penisfraktur Antibiotika, damit sich keine zusätzliche Entzündung bildet.


      Riss des Penisbändchens
      Das Bändchen, das die Vorhaut hinter der Eichel befestigt, kann individuell etwas kürzer oder länger sein. „Klar, dass ein recht kurzes, ein sogenanntes Frenulum breve, nicht nur zu Schmerzen bei der Erektion führt, sondern beim Eindringen sogar einreißen kann,“ erklärt Dr. Kornelia Hackl. Das tut zwar nicht so dramatisch weh wie eine Penisfraktur, doch es blutet sehr stark, weil im Bändchen eine Arterie verläuft.

      Man sollte dann am besten auf die Wunde drücken und zum Arzt gehen. Blutet es weiter, schließt der Arzt die Verletzung mit einer kleinen Naht – und kann gleichzeitig das Frenulum breve etwas verlängern, damit es nicht wieder einreißt. Die Urologin beruhigt: „Dieser ambulante Eingriff dauert nur etwa zehn Minuten.“


      Penismanipulationen
      Äußerst erfinderisch zeigen sich manche Männer, wenn es darum geht, aus sexueller Entdeckungsfreude Gegenstände in die Harnröhre einzuführen. Sie hantieren mit länglichen Geräten wie z. B. Kugelschreiberminen. Nach dem Einführen folgt die Ernüchterung – kein Lustgewinn, sondern Schmerzen, weil sich die Teile nicht mehr oder nur noch unter großen Beschwerden entfernen lassen.

      Dann sollte man nicht versuchen, weiter selber herumzudoktern, sondern unverzüglich eine Klinik aufsuchen, lautet der Rat von Urologin Dr. Kornelia Hackl. Der Arzt entfernt den Fremdgegenstand aus Harnröhre oder Blase endoskopisch. Einfallsreichtum herrscht auch, wenn im Zuge autoerotischer Erfahrung Gegenstände aus hartem, unelastischem Material über den Penis gezogen werden, wie etwa Flaschenöffner.


      Sofort in die Klinik

      Erigiert der Penis dann, lässt sich das Metallteil nicht mehr entfernen, der Penis schwillt an und die Blutdurchfuhr ist unterbrochen. „Im schlimmsten Fall, wenn innerhalb von wenigen Stunden der Penis nicht von dieser Strangulation befreit wird, kann Gewebe unwiderruflich geschädigt sein,“ warnt Dr. Kornelia Hackl. Sofort in die Klinik lautet deshalb ihr Rat.

      Um die Metallumklammerung zu knacken, kommen dann Geräte zum Einsatz, wie sie normalerweise die Feuerwehr benutzt. Wer also seinen Penis mit Ringen und anderen Gegenständen ausstatten möchte, so der Rat der Urologin, sollte nur elastische Sextoys aus einem einschlägigen Fachgeschäft benutzen – und bitte nicht in Küchenschubladen und Werkzeugkisten kramen.


      Wund reiben

      Zu oft oder zu vehement – gerade in der Anfangsphase der Liebe kann die Lust so groß sein, dass empfindliche Stellen darunter leiden. Scheide, aber auch Penis können sich wund reiben. Salben mit Dexpanthenol oder Hamamelis beruhigen die Haut und lassen die Irritationen rasch wieder abheilen. Bis sich die Haut regeneriert hat, sollte man sich den Sex aufsparen und mindestens drei Tage – und in Zukunft präventiv Gleitmittel verwenden.


      Nosex12

      Quelle: fitforfun

      In meinem Leben habe ich gelebt, geliebt, verloren, vermisst, vertraut, Fehler gemacht, aber am meisten hab ich gelernt. Claudia 3n6el