Apple-Event: iPad Air 4: Der härteste Konkurrent des iPad Pro kommt von Apple selbst

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      STERN Digital schrieb:

      Zum großen September-Event hatte Apple statt eines neuen iPhones ein überarbeitetes iPad Air im Gepäck. Das zieht in mancher Hinsicht am iPad Pro vorbei - und gibt einen Ausblick, was uns beim iPhone 12 erwartet.

      Normalerweise ist es anders herum: Im September stellt Apple die neuen iPhones vor, im Oktober folgt dann regelmäßig ein eigenes iPad-Event. Weil wegen der Corona-Verzögerungen das iPhone nach hinten geschoben wurde, hat Apple bei seinem September-Event die Hauptrolle nun der Apple Watch 6 überlassen. Und das iPad Air 4 vorgestellt. Das ist gleich in mehrer Hinsicht beachtenswert.

      Eigentlich handelt es sich beim iPad Air um Apples Tablet-Mittelklasse: Es ist klar zwischen dem Profi-Modell und dem schlicht "iPad" getauften Einsteigergerät positioniert. Mit dem nun vorgestellten iPad Air 4 wird der Abstand zum iPad Pro aber spürbar kleiner. So hält nun auch in der Air-Reihe das vor zwei Jahren vollzogene Neudesign Einzug: Wie beim Spitzenmodell verzichtet auch das neue Air auf einen Homebutton. Dadurch wächst der Bildschirm auf 10,9 Zoll, der Vorgänger hat 10.5 Zoll. Eine clevere Neuerung gibt es beim Fingerabdruck-Sensor: Er steckt zum ersten Mal bei einem Apple-Gerät im Display Einschaltknopf. Die Gesichtserkennung FaceID gibt es nicht.PAID STERN 2019_12 Fitte Technik_20.50Uhr

      Das iPhone überholt

      Die größte Überraschung kommt im Innern: Zum ersten Mal führt Apple einen neuen Prozessor nicht im iPhone ein - sondern in einem Tablet. Das iPad Air 4 bringt als erstes Gerät überhaupt Apples neuen A14-Chip mit. Und erlaubt so einen kleinen Ausblick, was uns beim iPhone 12 an Leistung erwarten wird. Gegenüber dem alten iPad Air ist der erstmals im 5-Nanomete-Verfahren gefertigte Chip ein gewaltiger Schritt, die Performance steigt um 40 Prozent. Wie die Leistung gegenüber dem Profi-Tablet ausfällt, verrät Apple nicht.

      Auch bei den Anschlüssen rückt das iPad Air 4 mehr in Richtung Pro. Wie bei seinen Highend-Modellen verzichtet Apple nun auch beim Air auf den gewohnten Lighning-Anschluss und setzt stattdessen auf den sich immer weiter durchsetzenden USB-C-Anschluss. Beim Bedienstift Apple Pencil gibt es ebenfalls eine Neuerung. Obwohl Apple mit dem überarbeiteten iPad Pro auch einen neuen Pencil vorstellte, blieben die günstigeren iPads beim ersten Stift. Das hatte praktische Gründe: Weil der erste Stift über Lightning gekoppelt wurde, war er mit den Geräten ohne den Anschluss nicht kompatibel. Beim Air 4 wird nun die zweite Generation des Stifts genutzt, auch hier lässt er sich nun magnetisch an der Seite befestigen und wird dann über Induktion geladen. Auch bei den Tastaturen benötigt man die neuere Generation.

      Bei der Kamera bleibt das iPad Air weit hinter dem Pro zurück. Statt des Dreifach-Setups im neuen Modell gibt es nur eine einzelne Kamera, auch der für Augmented Reality genutzte LIDAR-Sensor des iPad Pro fehlt. Immerhin sind die Das lässt sich verschmerzen: Die meisten Anwender werden den Sensor nicht brauchen. Wer auf ihn angewiesen ist, muss eben zum Pro greifen.

      Die Neuerungen im Überblick:

      • Erstes Gerät mit A14-Prozessor
      • Neues Design mit schmalerem Rand und größerem Display
      • Kein Homebutton, dafür Entsperren per Fingerabdrocksensor im Einschaltknopf
      • USB-C und Unterstützung des Apple Pencil der zweiten Generation
      • Drei neue Farben: Rosegold, Hellgrün und Himmelblau

      iPad Air 4: Preis und Verfügbarkeit

      Beim Preis ist Apple Angesicht des starken Leistungs- und Designsprungs erfreulich zurückhaltend: Ab 599 Dollar ist das iPad Air 4 erhältlich. Das iPad Pro kostet bei Apple knapp 300 Euro mehr. Für viele Kunden dürfte das günstigere Modell damit die deutlich attraktivere Variante darstellen. Es ist ab dem nächsten Monat im Handel.

      Quelle: Apple

      Quelle: stern.de/digital/online/ipad-a…sfeed&utm_source=standard