Aureus: Neues Material aus verrottetem Obst revolutioniert Solartechnik

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      STERN Digital schrieb:

      Solarparks werden bislang immer horizontal gebaut und nehmen dadurch riesige Flächen in Anspruch. Nun wurde ein Material erfunden, mit welchem es möglich ist, Solarenergie effizienter zu nutzen - hergestellt wird es aus Ernteabfällen. 

      Der James-Dyson-Award ist einer der begehrtesten Preise für Erfinder aus der ganzen Welt. Denn obwohl die Welt durch die Corona-Pandemie entschleunigt wurde, hat sich in diesem Jahr eine Rekordzahl von 1800 Teilnehmer*innen auf den renommierten Preis beworben.

      Erstmals wurde ein Nachhaltigkeitspreis verliehen, den der 27-jährige Phillipino Carvey Ehren Maigue gewonnen hat. Er entwickelte die sogenannte Aureus-Technologie, mit der es möglich ist, Feldabfälle aus verrottendem Obst und Gemüse in ein spezielles Material umzuwandeln, welches UV-Licht sammelt und in Energie umwandelt.

      Aureus wird aus Ernteabfällen hergestellt und kann unter anderem in Paneelen an Fenstern und Wänden befestigt werden. Vereinfacht gesagt absorbieren die im Material enthaltenen Partikel UV-Licht und beginnen dadurch zu glühen. Diese Energie kann dann in Strom umgewandelt werden. 

      Vertikale Solaranlagen möglich

      Der große Vorteil: Im Gegensatz zu herkömmlichen Solarpaneelen funktioniert das Aureus-System auch dann, wenn es nicht direkt der Sonne zugewandt ist. Denn es ist in der Lage, UV-Strahlung durch Wolken hindurch aufzunehmen oder die, die von Wänden, Bürgersteigen und anderen Gebäuden reflektiert wird. So lässt sich Energie auf eine Weise erzeugen, wie es mit herkömmlichen Solarkollektoren nicht möglich ist.

      Dadurch kann bis zu 48 Prozent der Zeit Strom erzeugt werden, so die Angaben der Jury. Herkömmliche photovoltaische Zellen erzeugen hingegen nur 10 bis 25 Prozent der Zeit Strom. Außerdem lässt sich dieses System horizontal anbringen, klassische Solarzellen werden hingegen horizontal angelegt und verbrauchen dadurch große Flächen.

      Das Potenzial gilt als riesig. So wird derzeit geprüft, ob sich das Material auch in Autos, Booten oder gar Flugzeugen anbringen lässt. Sollte die Technologie voranschreiten, wäre damit eines Tages sogar ein zumindest teils solarbetriebener Transport denkbar. "Es ist beeindruckend, wie sich Ernteabfälle mit Aureus auf nachhaltige Weise wiederverwerten lassen", sagt James Dyson, Gründer des nach ihm benannten Unternehmens. "Besonders beeindruckt bin ich jedoch von Carveys Entschlossenheit und Hartnäckigkeit."

      Brustkrebs-Test für zu Hause

      Der Hauptpreis des internationalen Wettbewerbs ging in diesem Jahr an die 24-jährige Judit Giró Benet, die ein kostengünstiges biomedizinisches Gerät entwickelte, welches zu Hause zur Erkennung von Brustkrebs eingesetzt werden kann. Die sogenannte "Blue Box" kann mit Hilfe eines auf Künstlicher Intelligenz basierenden Algorithmus spezifische Stoffwechselprodukte im Urin erkennen und der Anwenderin schnell eine Diagnose liefern. Das Gerät ist dabei via App mit dem Smartphone gekoppelt und verbindet einen im Falle eines positiven Testergebnisses mit einer medizinischen Fachkraft.

      Quelle: James Dyson Award

      Quelle: stern.de/digital/technik/aureu…sfeed&utm_source=standard