Neues Spiel: "Ratchet and Clank: Rift Apart" im Test - der erste echte Grund, eine Playstation 5 zu kaufen

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    • Neues Spiel: "Ratchet and Clank: Rift Apart" im Test - der erste echte Grund, eine Playstation 5 zu kaufen

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      STERN Digital schrieb:

      Mit "Ratchet & Clank: Rift Apart" kommt nächste Woche das erste Spiel in den Handel, das komplett für die neue Konsolen-Generation entwickelt wurde. Im Test verraten wir, warum es dabei voll überzeugt.

      Ratchet und Clank - diese beiden Namen stehen für eine der erfolgreichsten und beliebtesten Action-Serien auf der Playstation. Kein Wunder, dass Sony den neuesten Teil "Ratchet & Clank: Rift Apart" als eines der Vorzeigespiele für seine Playstation 5 eingeplant hat. Im Test zeigt sich: Diese Strategie geht voll auf: Das neue Spiel ist das erste, das sich wie ein echtes Next-Gen-Spiel anfühlt.

      Dabei ist das Spielprinzip altbekannt. Wie in den Vorgängern, hüpft, rennt und schießt man sich mit dem sympathischen Lombax Ratchet und seinen Freunden mit viel Verve und einem noch größeren Waffenarsenal durch die abwechslungsreichen Level. Wegen der umwerfenden Optik und dem sehr abwechslungsreichen Design macht das auch dann Spaß, wenn man es in 1000 Varianten und auch in den anderen Spielen der Serie schon getan hat. Dass die Level dabei schlicht gigantisch ausfallen und in einem tollen, enorm realistischen Licht erstrahlen, wirkt zwar super, das kennt man aber auch von anderen Next-Gen-Titeln wie "Spiderman: Miles Morales" oder dem Remake von "Demon Souls". 

      Die ausladenden Level in "Ratchet & Clank: Rift Apart" sehen bombastisch aus
      Die ausladenden Level in "Ratchet & Clank: Rift Apart" sehen bombastisch aus
      © Sony

      Echte Next-Gen

      Doch "Ratchet & Clank: Rift Apart" fühlt sich auch im Vergleich zu diesen Titeln erheblich moderner an. Und das liegt daran, dass es anders als die beiden Launch-Titel der Playstation 5 als erstes Spiel überhaupt nicht für die alten Konsolen erscheint - und so beim Gameplay völlig neue Möglichkeiten eröffnet werden.

      Das bemerkt man vor allem bei den Namensgebenden "rifts". Ohne zu viel verraten zu wollen, sorgt Ratchets Lieblingsgegner, der Schurke Dr. Nefarious, dafür, dass sich quer durch das Universum "Risse" bilden, die es ermöglichen, zwischen verschiedenen Dimensionen hin- und herzuspringen. Wenn man das das erste Mal tut, wirkt es schlicht atemberaubend: Mit einem einzigen Wimpernschlag kann sich die Spielfigur plötzlich von einer Stelle des Levels an eine andere ziehen - ohne jegliche Ladezeiten. 

      Die Risse verbinden völlig unterschiedliche Level ohne jegliche Ladezeiten miteinander
      Die Risse verbinden völlig unterschiedliche Level ohne jegliche Ladezeiten miteinander
      © Screenshot

      Noch beeindruckender wird es, wenn die Risse ganze Portale zu anderen Welten bilden und man nahtlos zwischen zwei riesigen Leveln hin- und herlaufen kann. Zu verdanken ist diese Möglichkeit der extrem schnellen SSD-Festplatte, die in der Playstation steckt. Erst sie ermöglicht die Wechsel zwischen den Welten im Bruchteil einer Sekunde, etwa indem man mit besonderen Kristallen zwischen zwei dimensionalen Varianten derselben Welt umschaltet, um neue Wege zu öffnen. Entwickler Insomniac weiß diese Möglichkeiten furios zu nutzen. So wirft einen ein Bosskampf immer wieder zwischen den Welten hin und her, wechselt gleich mehrfach das komplette Szenario. Ein beeindruckendes Spektakel.PAID Stern 05 2021 Spiel um dein Leben 09.53

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      Wummern und glänzen

      Auch beim starken DualSense-Controller nutzen die Entwickler die neuen Optionen voll aus. Der Controller erwies sich schon im Test der Konsole als das echte Highlight der Playstation 5, mit seinen feinen, extrem variablen Vibrationen erzeugt er ungeahnte Effekte für den Spieler. Regen prasselt auf dem Controller spürbar auf die Figuren ein. Die Vibration leitet einen relativ früh im Spiel in Richtung eines Nachtclubs, indem man den stärker wummernden Bässen folgt, bis man schließlich das Gefühl hat, selbst auf der Tanzfläche zu stehen. Das bot so noch kein Spiel. 

      Die schön designten Welten laden zum Erkunden ein
      Die schön designten Welten laden zum Erkunden ein
      © Screenshot

      Leider wird der Effekt teilweise etwas überstrapaziert. Hat Ratchet wenig Energie, bringt sein pochendes Herz den Controller zum Hämmern. Da nicht immer sofort Energie zur Verfügung steht, kann das auf Dauer eher nervtötend werden. So sehr, dass ich einmal freiwillig von einer Klippe sprang - um den Abschnitt mit nach dem Spieltod gefüllter Lebensenergie noch einmal zu spielen.

      Auch optisch spielt "Ratchet & Clank: Rift Apart" ganz vorne mit. Die mit der Raytracing-Technologie umgesetzten Lichteffekte sind sehr schick, das Spiel läuft auch in 4K-Auflösung extrem flüssig, wenn auch in der Standard-Einstellung nur mit 30 Bildern die Sekunde. Ist einem das nicht genug, bietet das Spiel zwei weitere Modi in 60 FPS, bei denen entweder die Auflösung dynamisch angepasst oder das Raytracing abgeschaltet wird. So kann jeder nach seinem Geschmack die passende Optik wählen.

      Bekannt, aber toll gemacht

      Den tollen neuen Effekten hilft, dass das übrige Spiel selbst zwar das Genre nicht neu erfindet, aber trotzdem Unterhaltung auf höchstem Niveau liefert. Die Handlung ist wie von der Serie gewohnt abgedreht, aber witzig geschrieben und unterhaltsam. Das Gameplay ist abwechslungsreich, in jedem der ausgesprochen hübsch gestalteten Level gibt es viel zu entdecken, offene Regionen wechseln sich im angenehmer Mischung mit Rätseln und eher geradlinigen Bereichen ab. Dabei kommen immer mal neue Spielelemente hinzu oder werden variiert. Und auch bei den Waffen kommt nie Langeweile auf: Von Altbekanntem wie dem Sniperrifle bis zu abgedrehten Ideen, wie einem Handschuh, der einen schießenden Pilz als Unterstützung holt, ist viel Abwechslung geboten. Durch Aufleveln lässt sich die Funktionsweise jeder Knarre zudem erweitern. Selten habe ich in einem Spiel so sehr das ganze Waffenarsenal benutzt, ohne mich dazu gezwungen zu fühlen.

      Bei den Kämpfen geht es gewohnt krawallig zur Sache. Weil alles aber in Comic-Grafik passiert und es keinerlei Blut oder Leid gibt, ist das auch für ältere Kinder geeignet
      Bei den Kämpfen geht es gewohnt krawallig zur Sache. Weil alles aber in Comic-Grafik passiert und es keinerlei Blut oder Leid gibt, ist das auch für ältere Kinder geeignet
      © Sony

      Als einzige Schwäche könnte man die relativ kurze Spielzeit sehen. Nach etwas über 20 Stunden hat man das Spiel auch dann durch, wenn man einzelne Levels mehrfach durchgeht, um alle versteckten Details zu finden. Da die Zeit bis dahin aber dicht gefüllt und sehr spaßig ist, dürften die meisten Zocker trotzdem zufrieden sein. Wer unbedingt mehr will, dem bleibt dann ein Challenge-Mode, um eine besondere Herausforderung zu den fünf Standard-Schwierigkeitsgraden zu bieten. 

      Fazit: Endlich Next-Gen

      Während bisherige Spiele für die neuen Konsolen sich vor allem wie technisch aufgebohrte Versionen der letzten Generation anfühlten, läutet "Ratchet & Clank: Rift Apart" ganz klar den Beginn einer neuen Konsolengeneration ein. Ohne von den Einschränkungen der alten Konsolen zurückgehalten zu werden, konnten die Entwickler zum ersten Mal zeigen, was wirklich in den neuen Modellen steckt. Zusammen mit dem tollen Spieldesign wird es damit als erstes PS5-Game zum echten Pflichtkauf. Und macht sehr viel Lust auf das, was sonst noch mit der Konsole möglich ist.

      "Ratchet & Clank: Rift Apart" erscheint am 11. Juni exklusiv für die Playstation 5. Das Spiel ist ab 12 Jahren freigegeben und kostet zum Erscheinen etwa 80 Euro.




      Quelle: stern.de/digital/games/-ratche…sfeed&utm_source=standard