Haushaltsmaschinen: Geschirrspüler bei Warentest: Gute und leise Geräte sind richtig teuer

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    • Haushaltsmaschinen: Geschirrspüler bei Warentest: Gute und leise Geräte sind richtig teuer

      STERN Digital schrieb:

      Ein guter Geschirrspüler geht ins Geld. Es gibt ein neues Energielabel, doch sparsamer wurden die Geräte nicht. Bei dem Label und den dazugehörigen Eco-Programmen gibt es ohnehin ein Problem.

      Der neue Test von Geschirrspülern nimmt zwei Veränderungen auf. Da wäre zum einen das neue System der Energielabel der Europäischen Union. Anstatt, dass alle Geräte ein A mit Plus-Sternchen bekamen, reicht die Skala wegen strengeren Anforderungen wieder von A bis G. Als Reaktion auf die Änderungen sind fast alle Spülmaschinen mit altem Label nicht mehr im Handel, stattdessen gibt es neue Modelle, 18 davon starten in einem abgespeckten Test, wegen des Zeitdrucks wurde auf die Simulation einer Langzeitnutzung verzichtet.

      Schade, denn gerade Spülmaschinen neigen dazu, hier durchzufallen. Label A hat kein Gerät erreicht. Wichtig zu wissen: Das ganze Label bezieht sich nur auf das Eco-Programm. Es ist keineswegs ausgemacht, dass Maschinen, die bei Eco besonders sparsam sind, auch in den anderen Programmen knausern. Derjenige, der regelmäßig das Speed-Programm wählt, dem nützt das Label nicht. Auch alle, die das Programm für starke Verschmutzung wählen, weil doch ein Topf oder eine Pfanne in der Maschine ist, ziehen aus dem Label nur begrenzten Nutzen. Die Stiftung geht von einem Verbraucher aus, der bevorzugt das Eco-Programm nutzt und gelegentlich zur Automatik greift.WISSEN Warentest Geschirrspüler 22.30

      18 Geschirrspüler wurden getestet

      Insgesamt sind 18 Modelle in zwei Breiten im Test. Noch einmal unterteilt, in Geräte mit Blende oder für den Einbau. Bei der zweiten Differenzierung sollte der Verbraucher wissen, dass es für fast alle Geräte baugleiche Varianten mit und ohne Blende gibt.

      Neues Label bedeutet nicht neue Technik, mussten die Tester feststellen: "Die Spüler unterscheiden sich kaum von den A-Doppel- und A-Dreifachplus-Modellen der letzten Tests. Fast alle reinigen gut oder sehr gut." Wie bei fast allen Geräten schnitten die schmalen 45-Zentimeter-Geräte schlechter ab als die breiten 60-Zentimeter-Modelle. Das liegt aber an den Testmethoden: Gemessen an der Menge an Geschirr verbrauchen die kleinen Geräte mehr Strom und Wasser. Diese Erkenntnis nützt dem Verbraucher mit kleinem Haushalt wenig, denn sonst startet er einen nur halb gefüllten breiten Spüler.

      Dieser Effekt findet sich in fast allen Tests, denn er tritt auch bei Kühlschränken auf. Auch eine Vier-Kilo-Waschmaschine wird bei drei Durchgängen mehr verbrauchen als ein XXL-Gerät für 12-Kilogramm bei einem Waschgang. Die Warentester empfehlen konsequenterweise, ein breiteres Gerät zu kaufen, gehen dabei aber auch darüber hinweg, dass die kleinen Geräte eben auch für kleine Küchen gekauft werden und man nicht einfach eine XS-Ausstattung von Geschirrspüler, Kühlschrank und Waschmaschine durch Geräte mit Standardmaßen übersetzen kann.WISSEN Geschirrspüler 16.46

      Betriebskosten der Geschirrspülmaschinen

      Zu beachten sind die Betriebskosten. Hochgerechnet auf zehn Jahre liegen sie bei 1000 Euro bis rund 1290 Euro, sind also meist höher als die Anschaffungskosten – wählt man regelmäßig ein anderes als das Eco-Programm erhöht sich dieser Wert weiter. Weniger schön: Geringer Verbrauch wird mit immer längeren Laufzeiten erreicht. Mancher Ecos-Modus arbeitet mittlerweile fünf Stunden.

      Bei den 60 Zentimeter breiten Spülmaschinen mit versteckter Bedienblende erreicht die Miele G 5260 SCVi den Sieg und die Note 2,1. Sie kostet 1030 Euro, auf dem zweiten Platz landet die Bosch SMV6ZCX49E für nur 805 Euro mit der Note 2,1. Als dritte kam die Siemens SN87YX01CE für 1000 Euro aufs Treppchen, sie schaffte ebenfalls eine 2,1. Die Noten kann man auf die baugleichen Einbaumodelle übertragen. Die schmalen 45-Zentimeter-Spüler erreichten bestenfalls ein befriedigend. Am besten schnitt hier die Bosch SPV6ZMX23E für 690 Euro ab. Mit der Note 2,6 verpasste sie knapp ein Gut. Angesichts des Grenzproblems der kleinen Geräte bei der Effizienz ist der Wert nicht so schlecht.

      Fazit

      Geschirrspülmaschinen sind relativ teuer, wenn sie gute Ergebnisse bringen sollen. Ein billiger Spüler wie die Ikea Lagan Art.-Nr. 504.754.25 für nur 299 Euro kommt nur auf ein befriedigend. Bei knapper Kasse kann man aber auch sagen: Die Note 2,6 ist angesichts des Preises von weniger als einem Drittel des Testsiegers auch nicht übel. Angesichts der Dauer der Eco-Programme sollte sich jeder Interessent fragen, ob das Profil der Warentester zu seinen Nutzungsgewohnheiten passt. Wer nicht planvoll, sondern spontan die Maschine anstellt, wird hauptsächlich das Kurzprogramm wählen.

      Ein weiterer Faktor ist die Lautstärke. Sie geht nur zu zehn Prozent in das Gesamtergebnis ein. Auch hier kommt es auf die Nutzungssituation an, in einer separaten Küche mit geschlossener Tür stört das Spülgeräusch wenig. In einer offenen Wohnküche hört man das Gerät dagegen den ganzen Abend über werkeln. Dann sollte man zu einem Modell greifen, das in der Einzeldisziplin Bestnoten hat – so wie die beiden Testsieger.

      Den ganzen Text können Sie gegen eine Gebühr hier einsehen.

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      Quelle: stern.de/digital/technik/gesch…sfeed&utm_source=standard