Akkusauger: V15 Detect – dieser Dyson macht mit dem Laser Jagd auf Staub

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    • Akkusauger: V15 Detect – dieser Dyson macht mit dem Laser Jagd auf Staub

      STERN Digital schrieb:

      Dysons neues Flaggschiff punktet mit zwei Neuerungen. Ein Laser misst die Partikeldichte und die Rotationsbürsten sind so gebaut, dass sie endlich keine Haare mehr aufwickeln. Das ist genial – aber wie immer im Hause Dyson nicht billig.

      Die Staubsauger von Dyson können von sich behaupten, das Maß der Dinge bei den Akku-Saugern zu sein. So rechtfertigen sich auch die relativ gesalzenen Preise. Früher entfachten die meisten Akkusauger nur ein laues Lüftchen, davon kann jeder ein Lied singen, der vor fünf oder sieben Jahren versucht hat, mit so einem Gerät den Staub aus dem Auto-Velour zu bekommen. Beim reinen Saugen haben die meisten Geräte heute deutlich nachgebessert. Für den Platzhirsch Dyson ein Signal, seine Geräte weiter zu verbessern.

      Dyson glaubt, dass Kunden, die viel Geld für einen Sauger ausgeben, auch erwarten, dass das Gerät besonders gut sauber macht. Und damit sie auch wissen, wie reinlich es wird, wurde in den V15 Detect ein Staub-Aufspürsystem eingebaut. Im Strom der eingesaugten Luft misst ein Laser die Menge und die Größe der Partikel. In dem kleinen LCD-Display auf der Saugerpistole wird die jeweilige Menge von vier Größenklassen angezeigt. Ist das nur ein Gimmick? Nein, es beruhigt das Gemüt des Hausarbeitsmenschen, wenn er sieht, was er mit seinem Dyson so wegschafft. Von der Psychomassage bei der Hausarbeit abgesehen, steuern diese Werte auch den Automatik-Modus des Geräts. Je nach Verschmutzungsgrad fährt dann der Motor hoch. Die Automatik ist auf jeden Fall zu empfehlen, sie gibt Saugkraft, wenn man sie benötigt und schont den Akku, wann immer es geht. Wer nur im Boost-Modus arbeitet, saugt nicht nur den Boden, sondern vor allem den Stromspeicher schnell leer.FS Dyson V15 Detect

      Im Auto-Betrieb hält der Akku länger als eine halbe Stunde lang durch – auf Glattböden länger. Wird der Dyson nur auf kräftezehrende, zottelige Teppiche losgelassen weniger. Das hört sich zunächst nicht so lange an – reicht aber für mehrere Räume aus. Nur wer ein Haus vom Keller bis zum Dachboden auf einen Schlag saugen möchte, bekommt Probleme. Und sollte auf die Edition "Complete Extra" mit zwei Akkus umsteigen.

      Zwei praktische Neuerungen

      Die Schmutzerkennung ist definitiv sinnvoll. Fast noch besser sind die neuen Rotationsbürsten mit "Anti-Haar-Verhedderungstechnik". Was soll das bedeuten? Um vernünftig Staub aufnehmen zu können, arbeiten Akkusauger und Robotersauger allesamt mit einer Bürste im Bodensaugkopf, die von einem Motor in Rotation gesetzt wird. Der Staub wird also hochgebürstet, aufgewirbelt und dann abgesaugt. Das Problem dabei: Längere Fasern – meist sind es Haare – wickeln sich um den Bürstenkern. Je länger die Haare in der Wohnung sind, umso mehr setzen sie sich in der Bürste fest. Weil die sich stets dreht, werden die Haare immer fester angezogen und verbinden sich miteinander zu regelrechten Fäden.

      Die Folge: Die ganze Bürste sieht immer ungepflegt auf – das schlägt peniblen Gemütern auf die Stimmung. Dazu müssen die Haare regelmäßig entfernt werden. Meist muss man sie vom Plastikkern mit einer kleinen Schere oder einem Teppichmesser herunterschneiden und dann abzupfen. Dazu sammeln sich gern weitere Fasern in den Bürsten, die aufwendig abgerupft werden müssen. Das ist immer eine staubige und etwas eklige Angelegenheit.

      Im Testhaushalt hat es keinen Mangel an langen Menschen- und Hundehaaren, das Problem ist also bekannt. Tatsächlich funktioniert die neue Dysontechnik tadellos. Sowohl bei der kleineren, konisch aufgebauten und der großen Rotationsbürste. Anstatt ganzer Bündel finden sich nur vereinzelt Haare. Das ist eine große Verbesserung. Das manuelle Abzupfen der Haare macht niemand gern, für Asthmatiker und Personen mit Stauballergien dürfte es eine reine Tortur sein.

      Dyson ist der Pionier beim beutellosen Saugen und hat Erfahrung beim Leeren des Staubbehälters. Man muss das Gerät nur über die Mülltonne halten, ein Zug am Umlegschalter und schon verschwindet der Hausstaub – der Kontakt ist minimal. Wie die vorigen Geräte besitzt auch der V15 Detect eine fünffache Filterung, damit der Staub, den man eingesaugt hat, auch im Sauger bleibt.

      Die Optik der Dyson-Sauger mit ihren bunten Zierelementen ist Geschmackssache. An der Saugleistung gibt es nichts zu meckern, bei Bedarf fährt der Sauger auf 240 Watt hoch. Außer bei Spezialanwendungen wie einem Werkstattsauger, saugt der V15 gewiss nicht schlechter als ein gutes Kabelgerät. Beziehungsweise deutlich besser als viele Kabelgeräte. Der Dyson kann als Bodensauger mit langem Stil benutzt werden. Wird das Rohr entfernt, ist das Gerät sehr viel handlicher und kann auch in Schränken oder im Auto eingesetzt werden. Beim freihändigen Arbeiten macht sich das Gewicht allerdings bemerkbar, mit langem Stil stützt sich das Gerät auf dem Boden ab.

      Wieviel Zubehör benutzt man?

      Je nach Version kommt der V15 Detect mit jeder Menge Zubehör. Die Teile sind allesamt praktisch und durchdacht. Hier muss man wissen, was für ein Nutzertyp man ist. Wenn man nur die Bodenbürste und dazu eine kleine Polsterdüse benutzt, ist das etwas viel Zubehör. Wenn man Wert darauflegt, für jede Aufgabe den richtigen Aufsatz zu verwenden, wird man mit viel Zubehör auch viel Freude haben. Zubehörteile, Kunststoffe und Schalter sind wertig und wirken langlebig – ein deutlich spürbarer Unterschied zu billigeren Saugern.PAID Frauen am Anschlag in Coronazeiten 9.22

      Urteil

      Der Dyson V15 Detect kommt dem Ideal eines Akkusaugers sehr nahe. In Kombination mit einem Saugroboter benötigt man definitiv kein Kabelgerät im Haushalt. Bleibt der Preis. Der Dyson V15 Detect Absolute kostet 699 Euro – dafür gibt es zwei Bodendüsen, sieben Zubehörteile und einen Akku. Beim "Complete Extra" sind es zwei Akkus und elf Zubehörteile – dann kostet das Paket aber auch 829 Euro. Für den privaten Einsatz im Haushalt benötigt man den zweiten Akku nicht unbedingt. Er bringt aber mehr Komfort: Dann kann man stets auf einen voll aufgeladenen Akku umsteigen.

      Der Preis ist gerechtfertigt, wenn man ihn sich leisten kann. Der Unterschied zu einem billigen Gerät ist auf jeder Ebene spürbar. Wenn das Geld knapp ist, kann man natürlich auch auf so einen High-End-Sauger verzichten, denn es gibt Sauger auch deutlich billiger. Im Test schlug sich der Eufy S11 Go auch ganz gut. Er kostet nur etwa 200 Euro – doch weder in der Haptik noch in der Saugleistung kommt er an den Dyson V15 Detect heran.

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      Quelle: stern.de/digital/technik/v15-d…sfeed&utm_source=standard